Heute habe ich nochmal meinen Großonkel (den Bruder meiner Oma) im Krankenhaus besucht. Nach einem Sturz bei sich zu Hause war er zuerst auf der Intensivstation in Zams. Dort konnte man anfangs nicht genau sagen was ihm fehlt. Nach einer MRT-Untersuchung stellte man die Diagnose Wirbelfraktur und überstellte ihn auf die Neuro der Innsbrucker Universitätsklinik.
Dort überlegte man zuerst, ob man ihn operieren sollte/konnte, entschied sich dann aber doch gegen eine OP. Warum kann ich nicht sagen, aber die Ärzte dort werden sicher ihre Gründe gehabt haben.
Anschließend wurde er wieder zurück nach Zams überstellt wo er nun auf der Unfallchirurgie auf einen Reha-Platz in Bad Häring wartet.
Mein Großonkel hat eine Wirbelfraktur mit Rückenmarksläsion im Bereich C5/C6, das heisst, er kann weder Arme noch Beine bewegen (Tetraplegie). Nur die Hände kann er ganz leicht (aber nicht zielgerichtet) bewegen. Ich weiß nicht, ob sich durch die Reha noch etwas bessern wird, aber ich habe den Eindruck, dass er noch große Hoffnungen darin setzt (wer würde das nicht?).
Natürlich sehe ich durch meine Ausbildung und meinen Beruf oft Patienten mit schweren, oft lebensbedrohlichen Verletzungen oder Krankheiten, aber wenn so etwas innerhalb der Verwandtschaft (wenn auch nur entfernt) passiert gibt es einem doch zu denken und geht ziemlich nahe.
Was würde man selbst in so einer Situation empfinden und denken? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze noch entwickeln wird. Auch in Hinblick auf die Situation nach der Reha und sein Leben zu Hause, falls er dort überhaupt wieder zurückkehren kann.
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