Archive for September, 2007

Diplomverleihung

Posted by albert on September 30th, 2007

Am Freitag war also der Tag, auf den ich drei Jahre hingearbeitet habe. Über 4600 Stunden in Theorie und Praxis waren dafür nötig (Lernzeit nicht mit eingerechnet).

Zu Mittag traf sich die ganze Familie (Mama, Papa, Dagmar und natürlich Benjamin) zum Essen. Anschließend gingen wir in meine neue Wohnung, wo es Nachmittags dann Kaffee und Geburtstagskuchen (für Mama) gab.

Kurz vor 17 Uhr gingen wir ins Krankenhaus, wo der für eine Ordens-Schule obligatorische Abschlussgottesdienst stattfand. Dabei wurden auch unsere Diplombroschen geweiht.

Anschließend begab sich die ganze Festgesellschaft ins Schwesternheim, in dessen Saal die Diplomverleihung stattfand. Zur Begrüßung gab es einen kleinen Sektempfang mit Small-Talk.

Gegen 18:30 ging dann die eigentliche Diplomverleihung los. Natürlich gab es eine Menge Ansprachen und Reden, wobei sich die Redner glücklicherweise großteils kurz gefasst haben.

Die Begrüßungsrede hielt RR Dipl. KH Bw. Hans Kreuzer in seiner Funktion als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer des Krankenhauses. Darin forderte er uns anhand eines Gedichtes aus dem Buch “Unseren täglichen Reis gib uns heute. Gebete aus der Dritten Welt” unser erlerntes Wissen auch in die Praxis umzusetzen.

 RR. Dipl. KH Bw. Hans Kreuzer

Im Anschluss hätte Dr. Markus Maaß als Bezirkshauptmann des Bezirkes Landeck eine Rede halten sollen. Jedoch war dieser verhindert und so musste sein Stellvertreter Mag. Siegmund Geiger kurzfristig einspringen. Fachlich hat das gepasst, da er als Leiter der Abteilung “Verkehr und Sicherheit” auch für das Sanitätsrecht zuständig ist. Wir ehemalige SchülerInnen kannten ihn noch aus dem Schule, denn er hat uns in “Berufsspezifische Rechtsgrundlagen” unterrichtet.

 Mag. Siegmund Geiger

Anschließend warnte OA DR. Hans Schönherr als medizinisch-wissenschaftlicher Leiter der Schule vor dem Phänomen des “Ageism”, d.h. der Ungleichbehandlung von älteren Patienten.

 OA Dr. Hans Schönherr

Direktorin Beate Zangerl reflektierte die letzten drei Jahre aus ihrer Sicht und dankte uns auch für unser Feedback und das Mitwirken bei einigen die Schule betreffenden Angelegenheiten.

 Dir. Beate Zangerl

Landessanitätsdirektor HR Dr. Christoph Neuner hielt ebenfalls eine Rede, die sehr ausführlich ausgefallen ist. Er sprach über viele verschiedene Themen, die ich hier nicht alle aufzählen kann und will.

 Landessanitätsdirektor HR Dr. Christoph Neuner

Endlich war der große Augenblick gekommen und wir bekamen (in alphabetischer Reihenfolge) vom Landessanitätsdirektor unsere Diplome verliehen. Gleichzeitig wurde uns von Dr. Schönherr, Dir. Zangerl und Frau Kohtz persönlich gratuliert. Von ihr bekamen wir auch unsere Diplombroschen.

 DGKS Brigitte Kohtz, Dr. Schönherr, Dir. Zangerl, Dr. Neuner

 Ich bin stolz auf mein Diplom

 Auch Benjamin freut sich (aber wahrscheinlich eher über das Essen)

Unsere Klasse hat auch notenmäßig sehr gut abgeschnitten. Fünf meiner Mitschülerinnen konnten einen “Ausgezeichneten Erfolg” erreichen und es gab auch einige, die mit “Gutem Erfolg” abgeschlossen haben. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass eine Schülerin meines Kurses auch im zweiten Versuch der praktischen Diplomprüfung gescheitert ist. Ansonsten haben alle 23 bestanden.

 Mein Diplom

Im Anschluss an die Diplomverleihung sprach noch Angelika Wolf ein paar Worte. Sie tritt mit dem ersten Oktober ihre neue Stelle als Pflegedienstleitung an. Sie dankte uns für unsere Arbeit auf den Stationen, ohne die der Stationsbetrieb teilweise nicht oder nur schwer aufrecht zu erhalten gewesen wäre. Einerseits ist es oft schwierig, dass man als Schüler in den Personalstand miteingerechnet wird, andererseits lernen wir so schon frühzeitig Verantwortung (im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften) zu übernehmen und können unser gelerntes Wissen gleich in die Praxis transferieren. Meiner Meinung nach ist dies auch ein Grund, warum Absolventen der Schule in Zams auch in anderen Häusern gerne angestellt werden.

 Pflegedienstleitung DGKS Angelika Wolf

Frau Wolf überreichte jedem von uns als Dankeschön eine langstielige Rose.

 Angelika überreicht uns eine Rose

An dieser Stelle war nun ich in meiner Funktion als Klassensprecher mit meiner Rede an der Reihe. Ich blickte kurz auf die letzten drei Jahre zurück, wies auf die guten und weniger guten Zeiten hin und dankte dem Lehrerteam und den Vortragenden, den Stationsteams für die Begleitung im praktischen Teil unserer Ausbildung, und unseren Eltern und Freunden für ihre Geduld und ihr Verständnis für uns.

 DGKP Albert Zangerl

Zusammen mit meiner Stellvertreterin Krajic Walburga überreichte ich der Direktorin Frau Zangerl und unserem Klassenvorstand Frau Kohtz noch einen Blumenstrauß als Zeichen unserer Dankbarkeit.

 DGKP Zangerl und DGKS Krajic überreichen Frau Kohtz einen Blumenstrauß

Leider hat Frau Kohtz die Schule verlassen und sich neue berufliche Herausforderungen gesucht. Unsere Klasse ist froh, dass sie uns noch bis zum Schluss weiterbetreut hat und auch zu unserer Diplomverleihung gekommen ist. Unserer Meinung nach war sie fachlich wie menschlich eine ausgezeichnete Lehrschwester.

Nach dieser langen Rednerliste kamen wir endlich zum nächsten Punkt im Festprogramm: “Buffet und geselliges Beisammensein”. Nun hatten wir die Gelegenheit uns von unseren Familien richtig und ausführlich gratulieren zu lassen.

 Meine Familie freut sich mit mir

 

Auch die Lehrpersonen und Mitarbeiter des Krankenhauses gratulierten uns noch einmal persönlich. Wir hatten auch die Gelegenheit beim “Small-Talk” unsere weiteren Pläne zu diskutieren. Dabei fragte mich Frau Hohenauer auch gleich, wann ich denn nun endlich mit dem Studium beginnen würde. Ich sagte ihr, dass ich mich zunächst auf meine Sonderausbildung Anästhesie konzentrieren würde und dann noch einmal darüber nachdenke. :)

Sehr nett fand ich, dass alle Stationen, die einen “neuen” Mitarbeiter aus unserer Klasse rekrutieren konnten, zumindest einen Vertreter zur Diplomverleihung entsandten. Leider gab es dabei auch eine unrühmliche Ausnahme. Meist waren mehrere Mitarbeiter der Station anwesend.

Die neuen Mitarbeiter wurden im Namen der Station persönlich begrüßt und erhielten meist auch ein kleines “Einstandsgeschenk”. Ich habe von meiner neuen Station, der Anästhesie, ein “Startpaket” bekommen. Darin war eine Flasche Sekt, eine hochwertige Verbandsschere der Firma Aesculap, ein Tourniquet (auch als Stauschlauch bezeichnet), ein guter Kugelschreiber der Firma Haemonetics sowie ein schwarzer Edding. Das sind in Zukunft meine wichtigsten Arbeitsutensilien. Somit bin ich für meinen ersten Arbeitstag am Montag gut ausgerüstet :)

 Anästhesie Starterkit

Nach dieser offiziellen Feier sind einige aus meiner Klasse noch ins Mr. Johns gefahren, um dort noch ein wenig weiterzufeiern. Leider war dort gerade “Oktoberfest” mit der dazu passenden Musik. Obwohl sich einige prächtig amüsiert haben bin ich gegen halb eins mit Burgi und Steffi noch in meine Wohnung gefahren um den Abend gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Ich war froh, als ich endlich ins Bett fallen konnte, der Tag war doch recht anstrengend.

Am Samstag war ich mit Dagmar, Alex und Benjamin noch bei Mama, die ja Geburtstag hatte und haben dort noch Kuchen und Kaffee bekommen.

Abends war ich dann mit Carina, Rebecca und Gotti im Mr. Johns essen um meinen Abschluss gebührend zu feiern. Dagmar ist später auch noch zu uns gestoßen.

Im Anschluss daran habe ich Carina, Gotti und Rebecca noch in meine Wohnung, wo wir noch gemütlich was getrunken haben. Ich musste ihnen ja schließlich die Wohnung präsentieren :)

Und heute wurde ich von Carina und Gotti zum Mittagessen und zum Spielenachmittag eingeladen, was auch sehr nett war :)

Irgendwie wäre jetzt eine Woche Urlaub genau das Richtige, aber ich freue mich auch schon am Montag meine neue Stelle antreten zu können.

Bis 31 zählen mit einer Hand

Posted by albert on September 30th, 2007

Diesen “Trick” habe ich schonmal von jemandem aus der cUG gezeigt bekommen, jetzt bin ich aber durch einen Blogeintrag von Kiter wieder daran erinnert worden.

Das Prinzip ist ganz einfach, wenn man es erst einmal verstanden hat. Auf dieser Seite findet sich die Anleitung dazu.

Das ist übrigens mein Geburtstag:

410

Musiktipp: Daft Punk, Technologic

Posted by albert on September 30th, 2007

Gestern habe ich zur Abwechslung mal wieder Radio gehört. Normalerweise tue ich das selten, aber gestern sind gleich hintereinander zwei Lieder gekommen, die mir sehr gut gefallen haben.

Eines davon ist Technologic von Daft Punk. Früher habe ich öfter Daft Punk gehört, dann aber irgendwie aus den Augen verloren. Ich habe erst gestern festgestellt, dass sie schon 2005 ein (für mich) neues Album namens Human After All herausgebracht haben. Reinhören lohnt sich meiner Meinung nach.

Technologic beschreibt unser alltägliches Leben IMO recht gut ;)

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Letzter Dienst als Schüler

Posted by albert on September 25th, 2007

Heute war mein allerletzter Dienst als Schüler. Es hatte wieder ein nettes Team Dienst und der Arbeits- und Pflegeaufwand hielt sich auch in Grenzen. Ich hatte glücklicherweise (nach dem anstrengenden Tag gestern) nur einen “kurzen” Dienst, das heißt bis 12:00.

Nach der Visite habe ich mich noch von allen verabschiedet und bin gegangen. Laut Aussage der Schwestern waren sie mit meiner Arbeit sehr zufrieden und sie haben mich nett verabschiedet.

Auch wenn ich kein großer Fan der internen Stationen bin hat mir das Praktikum doch recht gut gefallen. Aber jetzt bin ich froh, dass ich in einen ganz anderen Bereich gehe.

Meinen Spind habe ich schon ausgeräumt und am Donnerstag kann ich meine Schüler-Dienstkleidung abgeben. Grün steht mir sowieso viel besser als weiß ;)

Am Donnerstag helfe ich noch den Saal für die Diplomverleihung vorzubereiten. Freitag mittags gehe ich dann noch mit der Familie essen und am Nachmittag gibt einen “Wohnungs-Einweihungs-Kaffee”. Anschließend ist noch der Abschlussgottesdienst (obligatorisch in einem Haus mit kirchlichem Rechtsträger) und dann (wahrscheinlich nach einigen Reden und Ansprachen) erhalte ich endlich das heiß ersehnte Papier.

Heutiger 12er

Posted by albert on September 24th, 2007

Der heutige Tag hat richtig gut angefangen: Nettes Team, wenige und nicht sehr aufwändige Patienten.

Und das Beste: Mein Mitschüler Gabriel hat die Wiederholung seiner praktischen Diplomprüfung sehr gut bestanden.

Auch im Verlauf des Tages war nicht sehr viel los, von vereinzelten Neuaufnahmen mal abgesehen.

Nur das Ende des Dienstes war absolut scheisse :( Aber darüber kann ich im Moment nichts schreiben.

Erste Nacht

Posted by albert on September 24th, 2007

Danke der Nachfrage, die erste Nacht war sehr angenehm. Ich konnte gleich einschlafen, habe traumlos geschlafen und bin durch das unbarmherzige Läuten meines Weckers aufgewacht.

Danach das übliche: Duschen, Kaffee, Feedreader, Mail, Newsgroups, auf in die Arbeit (12h Dienst).

Und jetzt bin ich sehr froh zu Hause zu sein, besonders nach dem heutigen Dienst.

Umzug durchgeführt

Posted by albert on September 23rd, 2007

Heute habe ich den vorläufig letzten Schritt meines Umzuges durchgeführt. Ich habe meine EDV übersiedelt. Ich sags euch: kauft euch lieber einen Laptop, da habt ihr weniger zu tragen ;)

Ich bin schon um 8 Uhr aufgestanden, habe schnell noch einen Kaffee getrunken und ein paar Sachen am PC erledigt, dann habe ich angefangen zusammenzupacken. Man würde gar nicht meinen, was da allein an Kabeln zusammenkommt.

Gegen halb elf ist Alex gekommen und wir haben die ganze Hardware transportiert. Den restlichen Tag war ich damit beschäftigt alles wieder aufzubauen und zu schauen, wo ich was am besten hinstelle.

Hier ist eine kurze Bilderstrecke des Verlaufes: (more…)

Verletzung beim Umzug

Posted by albert on September 23rd, 2007

Gestern haben mir Dagmar, Alex und Benjamin wieder bei meinem Umzug geholfen. Wir hatten einige Sachen zu transportieren und Regale und Bilder aufzuhängen. Dazu brauchte ich einen Fachmann, da meine Wände ziemlich massiv sind. Hoffentlich ist das Haus jetzt nicht instabil geworden weil wir einen Stahlträger mit der Hilti angebohrt haben ;)

Beim Tragen der Bilder ist dann noch ein kleiner Unfall passiert. Benjamin hat ein kleines Bild in die Hände bekommen und ist damit gestolpert. Er hat sich mit den Glasscherben eine Schnittwunde am kleinen Finger zugezogen. Zuerst hat er gar nicht geweint. Wir hatten Glück, dass gerade zwei DGKS/P anwesend waren :)

Nach der ersten Wundversorgung haben wir uns dann doch entschieden die Wunde professionell versorgen zu lassen und so ist Dagmar mit Benjamin in die Unfallambulanz des Krankenhauses gegangen. Dort wurde die Wunde geklebt. Erst da hat er dann richtig geweint. Aber er hat noch eine Spritze mitbekommen und damit war er dann zufrieden. Das Pflaster am Finger hat ihn danach auch gar nicht mehr gestört und er konnte schon wieder beim Umzug helfen :)

Mail-Benachrichtigung bei neuen Einträgen

Posted by albert on September 23rd, 2007

Ich habe auf Wunsch einer Leserin ein zusätzliches Service zum Blog hinzugefügt:

Für all jene, die keinen FeedReader haben besteht nun die Möglichkeit, sich über neue Beiträge in diesem Blog per Email informieren zu lassen.

An/Abmelden kann man sich auf dieser Seite. (Oder einfach rechts unter “Seiten” - “Mail-Benachrichtigung”).

Backup-Strategie

Posted by albert on September 22nd, 2007

Gestern und heute habe ich mich mal hingesetzt und eine Backupstrategie für meine Daten ausgetüftelt. Danke eines Hinweises von Gregoa bin ich auf rdiff-backup gestoßen. Mit diesem Programm ist es sehr einfach die Daten zu sichern.

Beim ersten Backupvorgang wird eine genaue Kopie der Daten erstellt. Man kann auch Verzeichnisse (/proc, /tmp, /dev,…) angeben, die nicht gesichert werden sollen.
Bei den folgenden Backups werden nur noch die Unterschiede der geänderten Dateien gespeichert. Dies spart Platz und geht auch deutlich schneller.

Man kann auch angeben, wie lange zurück das Backup reichen soll. Dadurch wird auch Platz gespart.

Meine Backupstrategie sieht nun so aus, dass die Unterschiede der Betriebssystem-Partition (/) und der privaten Datenpartition (/home) 30 Tage lang aufbewahrt werden, die Unterschiede der Medienpartition (Musik, Videos, Fotos,…) 14 Tage.

Das bedeutet, dass ich eine versehentlich gelöschte oder geänderte Datei innerhalb dieses Zeitraumes wieder auf den Ursprungszustand bringen kann.

Und das beste ist, dass der Backupvorgang mittels Aufrufen eines einfachen Skriptes gestartet werden kann und nur ca. eine halbe Stunde dauert. Denn die beste Backupstrategie nützt nichts, wenn man zu faul ist sie auch durchzuführen :)

Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen und muss mir keine (allzugroßen) Sorgen mehr um meine Daten machen. Aber wie wir alle wissen: absolute Sicherheit ist eine Illusion :)

Einkaufen

Posted by albert on September 21st, 2007

Heute habe ich wieder eine Menge Geld in diversen Geschäften liegen gelassen. Ich habe mir eine Grundausstattung an Lebensmitteln für die neue Wohnung gekauft. Man würde gar nicht denken, wie viel da so zusammenkommt.

Traurig ist übrigens, dass es in ganz Landeck anscheinend kein einziges eSATA-Kabel zu kaufen gibt. Benutzt außer mir niemand so was?

Frühaufsteher

Posted by albert on September 21st, 2007

Gestern Abend wollte ich mich eigentlich nur für ein Stündchen hinlegen. Geworden sind es dann 10 Stunden, aber nur, weil ich vergessen hatte meinen Wecker abzustellen (sonst wären es noch mehr geworden). Darum bin ich heute schon seit 05:30 auf. Irgendwie blöd an meinem freien Tag, aber dafür habe ich jetzt Zeit um einige Dinge zu erledigen. So habe ich beispielsweise schon drei Blog-Einträge verfasst (ok, nur einer ist ausführlich :) )

Aber ich habe auch sonst noch genug zu erledigen, ich warte im Moment nur darauf, dass die Geschäfte und Büros aufmachen.

Premiere/Knochenmarkspunktion

Posted by albert on September 21st, 2007

Diese Woche hatte ich zwei Premieren:

Erstens habe ich neulich zum ersten Mal jemandem im Bett die Haare gewaschen. Und das, obwohl wir das schon im ersten Ausbildungsjahr gelernt haben.

Aber wesentlich interessanter war, dass ich gestern zum ersten mal bei einer Knochenmarkspunktion dabei war. Bei dieser diagnostischen Maßnahme wird mittels einer Hohlnadel Knochenmark aus einem geeigneten Knochen (in diesem Fall aus dem hinteren Beckenkamm) abgezogen.

Becken

Der Ablauf ist folgendermaßen: Der Patient bekommt zuerst intravenös Dormicum in ausreichender Dosierung verabreicht. Dieses Medikament wird häufig bei kleineren Eingriffen verwendet, da es sedierend und angstlösend wirkt. Von Patienten wird es oft umgangssprachlich als “Gleichgültigkeitsspritze” bezeichnet. Als durchaus erwünschte Nebenwirkung tritt oft eine anterograde Amnesie auf. Das bedeutet, dass die Patienten sich nicht an den Eingriff erinnern können.

Nach Eintritt der Wirkung des Sedativums wird die zu punktierende Stelle markiert, desinfiziert und mittels eines Lokalanästhetikums (meist Xylocain) betäubt. Wichtig ist dabei, dass das Lokalanästhetikum auch unter die Knochenhaut (Periost) gespritzt wird. Ansonsten ist die Punktierung des Knochens äußerst schmerzhaft.

Nach Abwarten der Einwirkzeit des Schmerzmittels wird mittels einer Hohlnadel mit Mandrin (Führungsdraht bzw. Nadel) durch die Haut in den Knochen gestochen. Zu diesem Zweck besitzt die Nadel einen großen Handgriff, da ein ziemlicher Kraftaufwand nötig ist um durch die äußere Schicht des Knochens (Substantia compacta) zu gelangen. Bei älteren Patienten gelingt dies oft leichter, da der Knochen durch Osteoporoseprozesse schon etwas brüchiger ist. Bei jüngeren Patienten ist der Kraftaufwand meist höher. Beim Durchdringen der Compacta entsteht übrigens meist ein unangenehmes Geräusch.

Aufbau eines Röhrenknochens

Anschließend wird der Mandrin entfernt und es wird mittels einer (oder mehrerer) Spritze/n Knochenmark aus dem Knochen abgezogen (aspiriert). Je nach angeordneten Untersuchungen werden 10 - 20 ml entnommen. Ein Teil des Knochenmarkes wird gleich an einen Labor-Mitarbeiter übergeben, der das Mark gleich auf Mikroskopträger aufbringt. Dadurch kann das Knochenmark im Labor mikroskopisch beurteilt werden.

Weitere Knochenmarksproben werden zusammen mit einer gerinnungshemmenden Lösung in Probenröhrchen abgefüllt und so für weitere Untersuchungen konserviert.

Abschließend wird die Nadel entfernt und die Einstichstelle mittels eines Pflasters versorgt. Empfehlenswert ist es, wenn etwas Druck (z.B. mittels eines kleinen Sandsackes) auf die Einstichstelle ausgeübt wird um ein Nachbluten zu verhindern.

Für den Patienten ist die Untersuchung damit zu ende und er wird wieder auf die Station gebracht um sich auszuschlafen bis die Wirkung des Sedativums nachlässt. Je nach Dosierung des Sedativums und Wachheitszustand (Vigilanz) des Patienten ist eine grobmaschige Überwachung des Patienten erforderlich.

Diese Knochenmarkspunktion wurde zur Verlaufskontrolle einer Chemotherapie durchgeführt. Es wird aus den Proben beurteilt, ob das angewandte Therapieschema gegen die chronisch myeloische Leukämie anschlägt. Die Prognose dieser Erkrankung war bis vor kurzem noch sehr schlecht, aber dank der Entwicklung neuer Chemotherapeutika ist die Krankheit gut behandelbar und oft sogar ganz heilbar. Bei der Untersuchung ist mir übrigens wieder eingefallen, dass ich genau diese Krankheit als Frage in der Prüfung über innere Medizin bekommen habe :)

Die Beobachtung dieses Eingriffes war wieder einmal ein spannendes Highlight meiner Ausbildung, vor allem auch weil der durchführende Arzt alles genau erklärt hat. Es gibt eben noch Ärzte, die ihr Wissen gerne vermitteln.

Kurzer Tipp am Rande:

Posted by albert on September 21st, 2007

Falls euch jemand aus dem Urlaub geräuchertes Schlangenfleisch mitbringt esst es bitte gleich und wartet nicht ein paar Monate damit.

Erstens könnte es euch sonst übel werden wegen der Lebensmittelvergiftung, zweitens schaut es etwas unappetitlich aus, wenn dann die Würmer rauskriechen.

Nennt mich DGKP!

Posted by albert on September 18th, 2007

Heute hatte ich die letzte Prüfung meiner Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger (DGKP). Die geprüften Fächer waren “Strukturen im Gesundheitswesen” und “Gesundheitserziehung”. Ich glaube, ich habe einen persönlichen Rekord aufgestellt. Nach der Vorbereitungszeit für meine vier Fragen (zwei aus jedem Fachbereich) bin ich zur Prüfung angetreten und war nach etwa 3-4 Minuten wieder aus dem Prüfungsraum draußen. Ich habe den PrüferInnen einfach schnell alles gesagt, was ich zu den Themen wusste und anscheinend hat das genügt, denn ich habe beide Fächer mit “Sehr Gut” abgeschlossen.

Meine Fragen bezogen sich auf Sozialversicherungen bzw. Haupt-, Neben- und Hilfskostenstellen in Strukturen und Gesundheitsressourcen bzw. Compliance in Gesundheitserziehung.

Im Anschluss an diese Prüfungen hatten diejenigen Mitschüler, die bei den vorherigen Prüfungen durchgefallen waren noch ihre Nachprüfungen.

Es freut mich besonders zu sagen, dass heute alle ihre Prüfungen geschafft haben. Nur eine Mitschülerin konnte heute nicht antreten, da sie krank ist. Jetzt fehlen nur noch die Wiederholungen der praktischen Diplomprüfung (betrifft zwei MitschülerInnen).

Hoffentlich schaffen es alle, dann könnten wir die weiße Fahne hissen ;)

Am Ende der heutigen Prüfungen bekam jeder Schüler und jede Schülerin noch eine Rose von zwei Schülerinnen des zweiten Kurses überreicht (Schultradition) und die Schule hat eine Runde Sekt-Orange zur Feier des Tages spendiert :) Anschließend gab es noch etwas Small-Talk mit den LehrerInnen und den restlichen Mitgliedern der Prüfungskomission.

Als letzter Akt meiner Ausbildung fehlt nur noch die offizielle Diplomverleihung, dann darf ich mich offiziell DGKP nennen :D

Im Anschluss an die Prüfungen war noch eine Sitzung der Aufnahmekomission angesetzt, zu der ich als stellvertretender Schulsprecher eingeladen war. Darin ging es um Schüler, die in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen wollen. Zum Glück war die Sache schnell erledigt und ich konnte mich meinen Mitschülern beim Feiern anschließen. Wir sind nur kurz etwas trinken gegangen, die “große” Feier ist nach der Diplomverleihung geplant :)

Mein erstes Hatemail (per Postkarte)

Posted by albert on September 15th, 2007

Heute habe ich eine nette Postkarte erhalten. Anlass war ein Leserbrief zum Thema Kopftücher als religiöses Symbol, den ich an die Tiroler Tageszeitung geschickt habe. Leider habe ich diesen Leserbrief nicht mehr, sonst hätte ich ihn online gestellt.

Hier ist die Postkarte, die ich heute bekommen habe. Über Orthographie, Satzbau und Grammatik schreibe ich jetzt mal nichts.

Hatemail - Postkarte

Nachtrag: Ich hab den Leserbrief noch in Papierform gefunden. Hier ist er:

Leserbrief

Langer, harter Tag

Posted by albert on September 12th, 2007

Heute hatte ich mal wieder einen 12-Stunden-Dienst.

Der Tag hat schon gut angefangen. Eine Patientin läutete schon vor der Dienstübergabe und ich bin in das Zimmer um zu fragen, was sie braucht. Sie sagte mir, dass sie Epilepsie habe und jetzt ihre Medikamente braucht. Ich sah in ihrem Medikamentendispenser und sagte ihr, dass die Medikamente darin seien. Durch das weitere Verhalten und die Aussagen der Patientin merkte ich, dass sie sehr verwirrt und auch desorientiert war.

Bei der Dienstübergabe berichtete der Nachtdienst, dass diese Patientin die ganze Nacht wach war und halbstündlich geläutet hat. Sie sagte immer, dass sie gerade einen epileptischen Anfall habe und sofort einen Arzt brauchte. Es lagen allerdings keine Anzeichen eines Anfalles vor. Die Mitpatientinnen in dem Zimmer konnten durch die ganze Aufregung natürlich auch nicht schlafen.

So wie in der Nacht ging es auch den ganzen Tag weiter. Die Patientin meldete sich immer wieder und verlangte ständig nach einem Arzt, obwohl schon verschiedene Ärzte bei ihr waren. Zwischendurch machte sie immer wieder sehr verwirrende Aussagen. Nach dem Duschen versuchte ich ihr in ihr Nachthemd zu helfen, was sie aber mit der Begründung ablehnte: “Das geht nicht, ich habe ein Handy!”.

Die Arbeit mit solchen Patienten ist wirklich sehr kräftezehrend, da nichts was man tut Erfolg zeigt. Die Ärzte waren auch ratlos und machten fürs erste zwei CT-Aufnahmen um eine Hirnblutung auszuschließen. Auch der hinzugezogene Neurologe wusste nicht weiter. Morgen wird erstmal ein MRT und ein EEG gemacht um der Ursache der Verwirrung auf den Grund zu gehen.

Außerdem wurde heute noch eine alte Frau aus dem Altersheim “zum Sterben” zu uns gebracht. Sie hatte anscheinend im Altersheim einen Schlaganfall, der allerdings nicht der erste war. Begleitet wurde die Patientin von einigen Angehörigen, die die Frau in ihrer letzten Lebensphase begleiten wollen.

Ich persönlich finde es nicht richtig, wenn Bewohner eines Altersheimes zum Sterben ins Krankenhaus “abgeschoben” werden. Ich denke, dass die Bewohner das Recht darauf haben, in ihrer gewohnten Umgebung und in Begleitung der Menschen zu sterben, die sie kennen. Ich persönlich möchte jedenfalls nicht meine letzten Stunden und Tage in einer fremden Umgebung verbringen wenn absehbar ist, dass keine Heilungschance mehr besteht.

Wenigstens waren die Angehörigen der Patientin so mitfühlend und verlangten keine für die Patientin quälenden Therapien und Untersuchungen mehr, sondern erwarteten von den Ärzten in erster Linie, dass die Patientin keine Schmerzen haben muss.

Auch sonst war auf der Station heute wieder einiges los und wir kamen kaum einmal zur Ruhe. Zur Zeit geht es auf unseren Internen Stationen ziemlich rund und wir haben sehr viele stark pflegebedürftige und teilweise schwierige Patienten.

Zu allem Überfluss ist heute auch die gesamte EDV ausgefallen. Wir wurden zwar schon einige Tage vorher über den Ausfall informiert, da es ein geplanter Umzug des Serverraumes war, aber man merkt doch, wie abhängig man vom Computer ist. Ohne PC gibt es keine Neuaufnahmen (zumindest im Computer), keine Röntgenbilder, kein Labor, kein gar nichts.

Ich hatte heute mit meiner Mentorin auch mein Zwischengespräch, das Teil meiner Beurteilung darstellt. Anscheinend ist das Personal auf der Station mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Einige Teammitglieder finden es auch schade, dass ich nicht in der “klassischen” Pflege bleibe sondern in einen Spezialbereich (Anästhesie) gehe. Aber auch wenn ich die Arbeit mit den Patienten meistens recht gerne mache bin ich doch immer noch überzeugt, dass die Anästhesie “mein” Fachgebiet ist. Falls sich irgendwann mal herausstellt, dass ich doch lieber auf eine “Normalstation” gehen will ist das auch kein Problem.

Jetzt bin ich todmüde, denn so ein 12-Stunden-Dienst ist schon sehr kräftezehrend und man merkt, dass die Konzentration gegen Ende des Dienstes nachlässt.

PS: Nachtrag zum Eintrag von gestern:
Die Patientin, die gestern Angst vor mir hatte ist heute trotz angeordneter Bettruhe selbst zur Toilette gelaufen. Als ich sie dabei “erwischt” habe hat sie um meinen “starken Arm” gebeten um sie zum Bett zurück zu begleiten. :)

So was ist mir noch nie passiert!

Posted by albert on September 11th, 2007

Eine kurze Erklärung im Vorhinein:
Wenn ich als Pfleger in ein Patientenzimmer gehe, drücke ich dort den “Anwesenheits-Knopf” neben der Tür. Dies bietet gleich zwei Vorteile: Erstens wird dann im Display des Intercom (heißt das so?) angezeigt in welchem Zimmer ein Patient läutet, zweitens wird meine Anwesenheit in diesem Raum durch ein grünes Licht über der Zimmertür angezeigt. So weiß man immer, wo ich zu finden bin.

Wenn der Anwesenheits-Knopf gedrückt ist und jemand in diesem Zimmer betätigt den Patientenruf wird ein Alarm ausgelöst. Dieser ist überall dort zu hören, wo die Anwesenheits-Taste gedrückt ist. Standardmäßig ist das zumindest der Schwesternstützpunkt. Dies dient dazu schnell zusätzliche Hilfe zu holen, wenn zum Beispiel ein Notfall vorliegt und man selbst den Raum gerade nicht verlassen kann. Nur dort, wo der Alarm ausgelöst wurde ist er nicht zu hören (warum auch immer).

Nun zu der eigentlichen Geschichte:

Ich war gerade in einem Patientenzimmer beschäftigt als ich von draußen den Alarm hörte. Normalerweise sehe ich am Display des Intercom, woher der Alarm kommt, aber das Display blieb dunkel. Das hieß, das der Alarm in “meinem” Zimmer ausgelöst worden war. Während ich noch erstaunt zu den Patientinnen sah um zu sehen was los ist stürmten schon drei Schwestern in das Zimmer.

Als sie sahen, dass kein Notfall vorlag fragten sie die Patientin, die geläutet hatte warum sie mich nicht gefragt hat, wenn sie etwas braucht. Darauf antwortete die Patientin: “Ich habe Angst vor dem Pfleger“.

Normalerweise bin ich bei den Patienten und Patientinnen glaube ich sehr beliebt, ich habe jedenfalls noch nie etwas gegenteiliges gehört. Auch dieser Patientin habe ich nie etwas zuleide getan, ich war nicht mal in diesem Bereich eingeteilt, ich war eher zufällig in diesem Zimmer.

Es hat sich herausgestellt, dass die Patientin Schmerzen in der Hüfte hatte und “eine zarte Frauenhand” brauchte/wollte. :)

Diese Schmerzen wurden der Ärztin gemeldet, die sich die Patientin gleich angeschaut hat. Es wurde eine Röntgenuntersuchung angeordnet und ich hatte die “Ehre” die Patientin mit dem Bett ins Röntgen zu fahren. Auf dem Weg dorthin fragte mich die Patientin, ob sie mich jetzt beleidigt habe, denn dann würde sie sich dafür entschuldigen. Sie hätte es nicht so gemeint. Ich konnte die Patientin aber beruhigen, so schnell bin ich nicht beleidigt, eher erstaunt. :)

Auf dem Röntgenbild war übrigens zu sehen, dass die Hüfte der Patientin luxiert war. Ich habe keine Ahnung wie die das angestellt hat, sie war nämlich den ganzen Tag im Bett.

Wieder etwas geschafft

Posted by albert on September 10th, 2007

Heute ist in meiner neuen Wohnung wieder einiges weitergegangen. Am Vormittag habe ich mit Benjamin einen Spaziergang und einen Einkaufsbummel gemacht, damit Dagmar Zeit hatte um die Küche fertig zu putzen. Dabei habe ich noch einige kleine Dinge gekauft, die mir noch fehlten.

Nach dem Mittagessen sind wir wieder in die Wohnung, wo Dagmar und ich das gesamte Geschirr gespült und eingeräumt haben. Auch einige andere Dinge haben schon ihren Platz in den Kästen gefunden. Nachdem wir am Samstag die Möbel und Einrichtungsgegenstände nur so in die Wohnung gestellt hatten war nun die Zeit alles zu verräumen und die Möbel an den richtigen Platz zu stellen. Ganz zum Schluss war noch Aufräumen angesagt, um die ganzen Verpackungen und Kartons zur Entsorgung bereitzustellen. Nun sieht die Wohnung wieder ordentlich aus.

Lange dauert es sicher nicht mehr, bis ich endgültig einziehe. Es fehlen nur noch die Kleidung, die Bücher und DVDs, Schreibartikel, eine Grundausstattung an Lebensmitteln und ganz wichtig: die EDV :) .
Dann kommen noch die Sachen, dich ich noch vergessen habe, die mir aber dann wieder einfallen, wenn ich sie brauche :) .

Spätestens bis zur Diplomverleihung am 28. September möchte ich schon in der neuen Wohnung wohnen.

Ich möchte mich auch nochmal ganz herzlich bei Carina, Rebecca und Gotti für die vielen nützlichen Geschenke bedanken, die sie mir gemacht haben: Geschirr, Besteck, Kaffeemaschine, Putzutensilien, Handtücher, Deko-Artikel (genau die richtige Menge :) ), und die vielen nützlichen Kleinigkeiten.

Auch bei Dagmar möchte ich mich für ihre große Hilfe bei der Grundreinigung und die Tipps zur Einrichtung und Organisation bedanken. Sie war bzw. ist mir eine große Hilfe!

Auch allen anderen, die mich mit Rat und Tat beim Umzug unterstützen möchte ich ganz herzlich danken!

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