Neulich haben wir bei der Arbeit über Alkoholkonsum und Schiunfälle gesprochen. Allgemein wird ja immer angenommen, dass die Schifahrer auf irgendwelchen Schihütten ausgiebig dem Alkohol zusprechen und dann besoffen stürzen oder irgendwo reinfahren.
Allerdings ist uns aufgefallen, dass die meisten Patienten nur ein kleines Frühstück zu sich genommen haben und daher ab ca. 14 Uhr nüchtern sind. Teilweise kommt es noch vor, dass die Leute eine Kleinigkeit zu Mittag hatten und gegen 18 Uhr wieder nüchtern sind und operiert werden können.
Ich habe den Eindruck, dass sich vor allem die Leute verletzen die möglichst ihre Liftkarte voll ausnützen wollen und sich nicht ab und zu eine Pause gönnen. Diese Leute fahren dann den ganzen Tag den Berg rauf und runter und sind dann nachmittags völlig ausgepowert. Durch die Müdigkeit sinkt auch die Konzentration und die Körperbeherrschung und das Risiko für folgenreiche Stürze steigt deutlich an.
Die wirklich stark alkoholisierten Patienten kommen eher am späteren Abend und haben meist irgendwelche Schnittverletzungen von zerbrochenen Flaschen und Gläsern oder sind am Heimweg vom Apres-Ski irgendwo gestürzt. Knochenbrüche sind da aber eher selten.
Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck und durch keine Zahlen belegt.









