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Leitungsprobleme

Posted by albert on März 3rd, 2008

Eine meiner ungeliebtesten Tätigkeiten ist das Legen von Leitungen (auch Braunüle, Venflon, Viggo, usw. genannt). Ich mag es einfach nicht den Patienten weh zu tun und ihnen eine Nadel in den Arm zu jagen :)

Leider ist eine gut funktionierende Leitung aber unerlässlich zur Narkoseeinleitung. Für bestimmte Operationen sind sogar mehrere Leitungen nötig oder wünschenswert, wenn Blut infundiert werden muss wird meist auch eine etwas dickere gelegt (meist eine Graue).
Allerdings können zusätzliche Leitungen auch nach der Einleitung der Narkose gelegt werden. Das hat zum einen den Vorteil, dass der Patient das nicht mitbekommt, zum anderen treten die Venen durch die Wirkung der Narkosemittel und Gase deutlich hervor, was das Punktieren leichter macht.

Ich habe auch immer noch Angst davor daneben zu stechen oder an einer Venenklappe hängen zu bleiben. Wenn so etwas passiert ist das natürlich immer ein blödes Gefühl, weil ich dann den Patienten nochmal stechen muss.

Die meisten Patienten nehmen so was aber zum Glück recht locker. Blöd ist es nur bei Kindern, vor allem wenn sie nicht stillhalten. Da hat man meistens nur einen Versuch.

Früher habe ich, wenn ich mir nicht sicher war zu treffen einen Kollegen oder einen Arzt um Hilfe gebeten, aber mittlerweile versuche ich es selbst hinzubekommen. Erst wenn ich nach dem zweiten oder dritten Versuch nicht treffe frage ich jemanden um Hilfe. Inzwischen habe ich auch schon einige Übung darin und treffe meistens :)

Eine nette Ärztin hat mir noch einen “Geheimtipp” gegeben: Ein paar Hübe Nitroglycerin auf die zu punktierende Hautstelle und schon treten die Venen etwas hervor.

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