Da momentan die Hochsaison zu Ende geht ist auch bei uns im OP etwas weniger los. Seltsamerweise scheint das nicht nur die Unfallchirurgie sondern auch die anderen Fächer zu betreffen.
Heute war ich im Unfall-OP eingeteilt und wir hatten nur drei Planpunkte auf dem Programm. Mir kommt es immer vor, dass wenn wenig zu tun ist das Wenige auch noch “lästig” wird. Wenn es eher stressig ist geht auch mehr weiter.
Heute war anscheinend niemand so richtig motiviert. Das hat schon damit angefangen, dass der “Schnitt” bei der ersten OP erst gegen 9 Uhr stattgefunden hat. Normalerweise ist das schon um 8. Und so ging es den ganzen Tag weiter.
Die “Naht-Schnitt-Zeit”, also die Zeit zwischen den einzelnen Operationen hat sich endlos hingezogen. Obwohl wir nur die drei kleineren Operationen hatten waren wir damit erst gegen 13 Uhr fertig. Anschließend habe ich meinen Arbeitsplatz aufgeräumt. Kurz darauf habe ich erfahren, dass doch noch eine akute Operation dazu kommt. Aber bis der Patient vorbereitet war hat es auch bis ca. 15 Uhr gedauert. Und um 16 Uhr war ja FSM sei Dank Dienstschluss.
Wenn es im OP mal stressig wird wünscht man sich schon, dass es ein bisschen ruhiger wird. Aber zu ruhig sollte es auch nicht sein, sonst wird es langweilig und der Tag vergeht gar nicht mehr.









